Tierphysiotherapie


In der Tierphysiotherapie geht es genau so wie in der humanen Physiotherapie darum, dass bei verschiedenen Erkrankungen und Einschränkungen des Bewegungsapparates, eine schnellere und zielführende Ausheilung erlangt wird. Schmerzlinderung spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Die meisten Erkrankungen, die behandelt werden, betreffen die Muskulatur, Gelenke und Knochen.

 

Unsere tierischen Lebensbegleiter werden genau wie wir von Erkrankungen des Bewegungsapparates oder Unfällen beeinträchtigt. Aber auch ihnen können wir helfen. Egal ob es eine lebenslange Beeinträchtigung aufgrund von Rassedispositionen sind oder es ein einmaliges Trauma gab; die Tierphysiotherapie kann durch verschiedene Methoden oder mit Hilfe von physikalischen Therapiegeräten Linderung schaffen und ein Maximum der möglichen Beweglichkeit wieder herstellen.

Der Bewegungsapparat ist ein komplexes System, bei dem man nicht immer sofort erkennt, warum ein Problem vorliegt. Da unsere Tiere nicht mit uns kommunizieren können, ist es um so wichtiger, mit viel Feingefühl bei der Anamnese und Therapie vorzugehen. Ein ängstliches oder stark aufgeregtes Tier, kann sich nicht entspannen. Die Muskeln sind angespannt und auch die Aktivierung von ungünstigen Hormonen werden ein gutes Therapieergebnis erschweren.  Deshalb ist es umso wichtiger, den Patienten nicht zu überfordern und immer nur so viel zu machen, wie der Patient zulässt. 

Durch die vielen verschiedenen Ansätze und Therapiemöglichkeiten findet man aber immer einen guten Weg, um Ihrem Tier zu helfen.

 

Eine positive Zusammenarbeit mit dem Besitzer und dem vielleicht schon behandelten Tierarzt sind mir sehr wichtig. Auch Kollegen, die in anderen Therapiebereichen ergänzen sind wertvoll für das ganzheitliche Genesungsbild ihres Tieres.

 

Die Tierphysiotherapie kann kein Heilungsversprechen geben, jedoch ist es eine wichtige ergänzende Therapieform in der Tiermedizin. Den Tierarzt ersetzt sie nicht. Im besten Fall arbeiten Therapeuten und Tierärzte zusammen. Deshalb bringen Sie bitte medizinische Unterlagen, wie Röntgenbilder oder Krankheitsbefunde mit zu der ersten Tierphysiotherapiebehandlung.


Tierphysiotherapie - Behandlungsablauf


Das Erstgespräch umfasst eine ausführliche Befundaufnahme (Anamnese), bei der alle Informationen zum Krankheitsbild sowie Symptome und Verhaltensauffälligkeiten besprochen und bei Bedarf schriftlich aufgenommen werden. 
Danach wird ihr Tier befundet, das heißt abgetastet und durchbewegt um Auffälligkeiten
zu lokalisieren.
Gegebenenfalls wird zusätzlich eine Gangbildanalyse gemacht.
Nach Aufnahme aller Informationen wird ein für Ihr Tier geeigneter Therapieplan besprochen.

Bitte beachten Sie, dass alle Therapieeinheiten nur mit der Kooperation ihres Tieren stattfinden können. Wenn Ihr Tier eine Behandlungsmethode nicht mag oder zulässt, stellen wir den Behandlungsplan um. Dies ist wichtig, um ein negatives Therapieergebnis zu vermeiden. Wir nehmen uns lieber etwas mehr Zeit als Hektik aufkommen zu lassen.
Das Tier muss vertrauen zum Therapeuten und in die Behandlung haben.
Die meisten spüren aber nach kurzer Zeit, dass es ihnen gut tut und sind bereit mitzumachen.